Liebe Gerüchteküche, ihr könnt wieder nach Hause gehen......😄
- 18. Juli
- 5 Min. Lesezeit

...und was sich wirklich ändert
Wie einige von euch bereits aus meinem letzten Blogbeitrag wissen, wird sich ab August bei mir einiges verändern. Viele von euch haben mir daraufhin liebe Nachrichten geschrieben, sich mit mir gefreut oder mir einfach Mut zugesprochen. Dafür möchte ich mich zuerst einmal bedanken. Es tut gut zu wissen, dass so viele Menschen den Weg von Dropouts Art schon seit Jahren begleiten und Verständnis dafür haben, dass sich auch hinter den Kulissen manchmal etwas verändern muss.
In den letzten Wochen habe ich viel nachgedacht. Nicht nur über meinen Alltag, sondern auch darüber, wie ich mir meine Zukunft als Tätowiererin eigentlich vorstelle. Ich liebe diesen Beruf noch genauso wie am ersten Tag. Ich liebe es, eure Ideen zu hören, gemeinsam Motive zu entwickeln und am Ende ein Tattoo zu schaffen, das euch ein Leben lang begleitet. Genau deshalb möchte ich alles dafür tun, dass das auch in zehn oder zwanzig Jahren noch so ist.
Viele sehen in der Selbstständigkeit vor allem Freiheit. Die gibt es auch. Was man oft nicht sieht, ist die Verantwortung, die damit einhergeht. Man trägt sie jeden Tag selbst. Für das Studio, für alle laufenden Kosten und für alles, was im Hintergrund organisiert werden muss. Nach den Veränderungen, die mein Privatleben in den letzten Monaten mit sich gebracht hat, habe ich gemerkt, dass ich mir für die Zukunft etwas mehr Stabilität wünsche. Nicht, weil Dropouts Art nicht funktioniert oder weil ich weniger tätowieren möchte. Ganz im Gegenteil.
Ab August werde ich deshalb zusätzlich extern arbeiten. Diese Entscheidung fühlt sich für mich absolut richtig an. Sie gibt mir die Sicherheit, dass feste Kosten wie Miete oder das Auto nicht ausschließlich auf den Schultern meiner Selbstständigkeit liegen. Das nimmt mir nichts von meiner Leidenschaft fürs Tätowieren – im Gegenteil. Es gibt mir die Ruhe, mein Studio langfristig genau so weiterzuführen, wie ich es immer wollte: mit Herz, mit Kreativität und ohne das Gefühl, ständig alles allein tragen zu müssen.
Während ich meinen Alltag neu geplant habe, wurde mir aber noch etwas anderes bewusst. Wenn ich ohnehin alles neu strukturiere, dann möchte ich das nicht nur beruflich tun. Ich habe beschlossen, dass zwei Nachmittage in der Woche ganz bewusst meiner Familie gehören. Denn ich möchte später nicht nur auf wunderschöne Tattoos zurückblicken, sondern auch auf die Zeit, in der mein Sohn Kind war. Ich glaube, man darf seinen Beruf lieben und trotzdem Platz für die Menschen schaffen, die einem am wichtigsten sind.
Natürlich bringt diese neue Struktur auch ein paar Veränderungen für Dropouts Art mit sich. Größere Projekte wie Cover-ups, Sleeves oder umfangreiche individuelle Arbeiten werden künftig überwiegend nachmittags stattfinden. Meine Wochenendtermine bleiben bestehen, werden aber etwas exklusiver und hauptsächlich für größere Projekte reserviert. So kann ich mir für jedes Projekt genau die Zeit nehmen, die es verdient.
Und was ist mit den kleinen Tattoos? Tatsächlich bekommen sie künftig sogar einen noch festeren Platz bei Dropouts Art. Die Minimalism Days haben sich in den letzten Monaten zu etwas entwickelt, das ich selbst unglaublich gerne mache. Ich mag die besondere Atmosphäre dieser Tage, die vielen unterschiedlichen Ideen und die Geschichten hinter den kleinen Motiven. Nicht jedes Tattoo muss einen ganzen Arm füllen, um eine große Bedeutung zu haben. Manchmal steckt in einer feinen Linie, einem kleinen Symbol oder einem einzelnen Wort genauso viel Emotion wie in einem Sleeve. Genau deshalb werden die Minimalism Days auch in Zukunft regelmäßig stattfinden und einen festen Platz in meinem Kalender haben. Künftig werden sie ungefähr alle sechs bis acht Wochen stattfinden. Die aktuellen Termine findet ihr wie gewohnt auf meiner Website unter „Aktionen & Angebote“, im WhatsApp-Kanal und natürlich auch in meinem Status. So habt ihr genug Zeit, euch den Termin freizuhalten – und ich kann jeden einzelnen dieser Tage mit genauso viel Herzblut planen wie bisher.
Eine Neuerung, auf die ich mich ebenfalls freue, betrifft die Beratungsgespräche. Gerade bei größeren Projekten müssen wir uns für das erste Gespräch nicht mehr zwingend im Studio treffen. Viele Besprechungen können künftig ganz unkompliziert per Videotelefonie stattfinden. Das spart euch Zeit, Anfahrt und – seien wir ehrlich – bei den aktuellen Spritpreisen auch den einen oder anderen Euro. Gerade wenn ihr von weiter weg kommt oder wir erst einmal Ideen sammeln möchten, ist das eine entspannte Möglichkeit, ohne dass ihr direkt ins Studio fahren müsst. das eigentliche Tätowieren sehen wir uns natürlich weiterhin persönlich. Das gehört für mich einfach dazu.
Auch meine Website hat in den letzten Wochen ein ordentliches Update bekommen. Vielleicht ist es dem einen oder anderen schon aufgefallen: Meine Website hat in den letzten Wochen ein ordentliches Update bekommen. Ich habe viele Inhalte überarbeitet, neue Seiten erstellt und werde sie auch in Zukunft weiter ausbauen. Mein Ziel ist, dass ihr dort möglichst viele Antworten auf eure Fragen findet – von Pflegehinweisen über Cover-ups bis hin zu aktuellen Aktionen oder Inspirationen.
Ein paar Termine möchte ich euch ebenfalls schon ans Herz legen.
Am 08. August findet ein Charity-Walk-in zugunsten der D-Jugend des SC 18 Harlingerode statt. Gemeinsam sammeln wir für einen neuen Trikotsatz. Wie immer gilt: Wer zuerst kommt, wird zuerst tätowiert.
Am 19. September folgt der nächste Charity-Walk-in. Dieses Mal unterstützen wir die Rehkitzrettung Goslar und das Wildkatzengehege. Wer möchte, kann sich ein kleines Tattoo stechen lassen oder einfach mit einer Spende helfen. Ich finde es schön, wenn wir gemeinsam mit etwas, das uns verbindet, auch anderen etwas zurückgeben können.
Viele von euch wissen, dass mir solche Aktionen schon immer besonders am Herzen lagen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass sie natürlich auch weiterhin ihren festen Platz bei Dropouts Art haben.
Und weil die Frage mit Sicherheit kommt: Ja, der Silvester-Minimalism-Day bleibt natürlich bestehen. Ich glaube, der gehört mittlerweile einfach zu Dropouts Art dazu und ich würde ihn selbst genauso vermissen wie viele von euch.
Wenn ich heute auf Dropouts Art schaue, sehe ich längst nicht mehr nur ein Tattoostudio. Ich sehe einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Geschichten erzählen, Erinnerungen schaffen und Vertrauen schenken. Genau dieses Gefühl möchte ich mir erhalten. Die Veränderungen, die jetzt kommen, sollen deshalb nichts wegnehmen. Sie sollen dafür sorgen, dass ich meinen Beruf auch in Zukunft mit derselben Leidenschaft ausüben kann wie heute.
Ich freue mich auf alles, was kommt – auf neue Projekte, auf bekannte und neue Gesichter, auf unsere Charity-Aktionen und darauf, gemeinsam mit euch das nächste Kapitel von Dropouts Art zu schreiben.
Und keine Sorge – ich werde wahrscheinlich auch weiterhin regelmäßig meinen Autoschlüssel suchen, obwohl er in meiner Jackentasche steckt, oder mit dem Kaffee durchs Studio laufen und mich fragen, wo ich ihn eigentlich hingestellt habe. Ein bisschen Chaos gehört schließlich zu mir. Der Rest wird einfach ein kleines bisschen strukturierter.
I
m Grunde bleibt also alles beim Alten. Außer, dass ich künftig ein bisschen besser auf mich selbst aufpasse. Und ich glaube, davon profitieren am Ende wir alle.



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